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Knapp 4700 Palästinenser sind derzeit in israelischen Gefängnissen inhaftiert. Sie können dort meist ohne Angabe von Gründen bis zu sechs Monaten festgehalten werden. Mit einem Hungerstreik kämpfen seit geraumer Zeit nun einige Tausende der Inhaftierten für eine gerechte Behandlung - und werden so zu Volkshelden, wie Peter Münch in seiner Reportage für die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG beschreibt: "Märtyrer von morgen".
Der Link zur Reportage in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.
Mit dem neuen Buch von Chaim Noll, dem Erzählungsband "Kolja. Geschichten aus Israel", kann man einen authentischen, sehr persönlichen Einblick nehmen in die Lebensrealität im israelischen Vielvölkerstaat. Mit scheinbar banalen Begebenheiten und großen, berührenden Lebensgeschichten entsteht ein ebenso lebendiges wie unterhaltsames Portrait einer Gesellschaft, die wie keine andere geprägt ist durch das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Abstammung, Herkunft und Religion. Ingrid Müller-Mertens und Tobias Prüwer stellen das Buch in BERLINER UMSCHAU und JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG näher vor: "Israel mon amour".
Die Links dazu in der Rubrik ISRAEL INTERN.
Yakov Hadas-Handelsman (54) ist seit März diesen Jahres israelischer Botschafter in Berlin. Zuvor war er Botschafter bei der EU und der Nato in Brüssel. Der Diplomat spricht fünf Sprachen, darunter Deutsch. Die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG sprach mit ihm über isranische Drohungen und das Grass-Gedicht: „Wir Israelis nehmen Maulhelden sehr ernst“.
Der Link zum Interview in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.
Die Idee ist rund 100 Jahre alt und gilt bis heute als weltweit einmalige Form des kollektiven Zusammenlebens: die Kibbuz-Bewegung. Nach langem Niedergang stellt sich die Frage, was von den Utopien von damals übrig geblieben ist? Eine Ausstellung der Stiftung Bauhaus in Dessau versucht Antworten zu geben. Andreas Beckmann hat die Ausstellung für DEUTSCHLANDRADIO besucht: "Was von den Utopien übrigblieb. Über Geschichte und Perspektiven des Kibbuz".
Der Link zu seinem Beitrag in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.
Der ehemalige Gestapo-Chef der französischen Stadt Lyon, Klaus Barbie, wurde wegen seiner Grausamkeit auch als "Schlächter von Lyon" bezeichnet. Der Fall Barbie war für Frankreich von ähnlich symbolischer Bedeutung, wie es einst der Eichmann-Prozess für Israel war. 25 Jahre nach dem Prozess erinnert Frank Kempe an den spektakulären Fall: "Kein Wort der Reue von Klaus Barbie".
Der Link dazu in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Die niederländische Schriftstellerin Jessica Durlacher, schreibende Ehefrau des Schriftstellers Leon de Winter, ist mit ihrem neuen Buch «Der Sohn» eine Mischung aus Familiendrama und Thriller gelungen. Im Hintergrund ihres Buches steht die Geschichte ihres Vaters, Gerhard Durlacher, einem renommierten Soziologen und ebenfalls Schriftsteller, der als Holocaust-Überlebender in vielen Büchern und Aufsätzen das Grauen der Lager zu bewältigen versuchte. Im Gespräch mit der schweizer-jüdischen Wochenzeitung TACHLES gibt Jessica Durlacher Einblick in die Entstehung des Romans, spricht von ihrem Vater und von Ihren zukünftigen Projekten: "Leid ist eine intime Angelegenheit".
Der Link zum Interview in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Der Stand einer Pro-Israel-Initiative im nordrhein-westfälischen Siegen wurde am vergangenen Samstag von einer Gruppe von Vermummten angegriffen. Die „Pro-Israel-Initiative Neveragain“ hatte dort zum sechsten Mal zu einer Geburtstagsfeier für den Staat Israel eingeladen. Zwei Frauen wurden leicht verletzt. Der Staatsschutz ermittelt, ein 25-jähriger Rechtsradikaler wurde inzwischen festgenommen, wie den Berichten auf N-TV, DER WESTEN und ISRAELNETZ zu entnehmen ist.
Die Links zu den Berichten in der Rubrik ANTISEMITISMUS.
Ausländer und ihre Nachfahren sollen bitteschön an ihren Namen erkennbar bleiben. Das ist, so berichtet Matthias Heine in einem Beitrag für die WELT, offenbar die Botschaft einer Entscheidung des Göttinger Verwaltungsgerichts, das einer als Asylbewerber anerkannten Familie aus Aserbaidschan verbietet, sich neue Namen zuzulegen. Die Eltern und ihre drei Kinder wollten deutsche Vor- und Nachnamen annehmen, um möglichen Diskriminierungen zu entgehen und die Zuordnung zu einer bestimmten Volksgruppe oder Religion zu vermeiden. Das Urteil des Gerichts gegen dieses Anligen sei ein Schlag gegen die Integration und erinnere an die ausgrenzende Namenspolitik des Kaiserreichs: "Auf ewig sollst du Ali heißen!".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik RASSISMUS.
Es bleibt noch viel zu tun: So lautete das Fazit einer Reihe von Pädagogen, die kürzlich in Frankfurt am Main an der Tagung "Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft" teilgenommen haben. Ihr übereinstimmender Tenor: Immer wieder tauchen Bilder auf oder finden Gespräche statt, in denen judenfeindliche Stereotypen gepflegt werden. Jochanan Shelliem berichtet für DEUTSCHLANDRADIO über die Facetten anti-jüdischer Stimmungen in unserer Alltagskultur, die Gegenstand der Tagung waren: "Bestandsaufnahme des täglichen Antisemitismus".
Der Link zum Tagungsbericht in der Rubrik ANTISEMITISMUS.
Anfang Mai erhielt die Islamkritikerin und Publizistin Ayaan Hirsi Ali den Freiheitspreis des Verlags Axel Springer, den ihr Verlegerin Friede Springer in Berlin überreichte. Hirsi Ali, deren Familie sie genital verstümmeln ließ und zwangsverheiraten wollte, war einst aus Somalia geflohen und hatte in den Niederlanden nicht nur Asyl gefunden, sondern auch Heimat. Im Gespräch mit der WELT nenn sie den Islam bigott, insbesondere in ihrem Verhältnis gegenüber Frauen, Ungläubigen und Homosexuellen: "Der Islam stilisiert sich selbst zum Opfer".
Der Link zum Interview in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.
Gerade in den Großstädten bieten jüdische Gemeinden eine Infrastruktur für Groß und Klein. Nun geht ein neues Projekt in Berlin an den Start: Nach einem Jahr Vorbereitung nimmt die Jüdische Studierendeninitiative Berlin, "Studentim", ihre Arbeit auf und möchte vor allem Menschen zwischen 18 und 35 Jahren ansprechen, wie Shelly Kupferberg im DEUTSCHLANDRADIO berichtet: "Berliner Forum für jüdische Studenten".
Der Link zum Bericht in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Evan Kaufmann hat seine Geschichte schon oft erzählt, aber es ist eine wichtige Geschichte, und deswegen wird er die immer gleichen Fragen genauso ernsthaft beantworten wie beim ersten Mal. Er ist nämlich der erste und einzige jüdische Eishockey-Nationalspieler Deutschlands. Seine Rolle sieht er dabei durchaus als Vermittler zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der KÖLNER STADTANZEIGER und die WELT porträtieren den "Botschafter auf dem Eis".
Die Links zu den Porträts in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Das Motto des Katholigentags, der am Donnerstag dieser Woche in Mannheim beginnt, lautet "Einen neuen Aufbruch wagen". Priesterweihe bewährter verheirateter Männer und das Frauendiakonat wären Themen, die viele Gläubige beschäftigen. Davon jedoch wollen die meisten Bischöfe heute nichts mehr wissen, meint Matthias Gierth in seinem Vorbericht für DEUTSCHLANDRDAIO. Und die WELT und der HUMANISTISCHE PRESSEDIENST beleuchten vor dem Hintergrund schärfer gewordener Gegegensätze innerhalb der katholischen Kirche über die Aktivitäten und Alternativangebote kirchenkritischer Katholiken: "Religionsfreie Zone" aus Protest gegen den Kirchentag.
Die Links zu den Beiträgen in der Rubrik CHRISTLICHE WELT.
"Indem sie das Land isolierten, schufen die Feinde Israels ein ideales Laboratorium, in dem neue Ideen ausprobiert werden konnten", sagt der israelische Unternehmer Shai Agassi. Zusammen mit dem Staatspräsidenten Schimon Peres warb er 2007 international um Investoren für eine flächendeckende Infrastruktur für Elektroautos. Agassi ist nur ein Beispiel von zahlreichen israelischen Unternehmern, die für Innovationen aus dem Heiligen Land stehen. Ein kürzlch erschienenes Buch ("Start-up Nation Israel: Was wir vom innovativsten Land der Welt lernen können") geht dem dem Phänomen der erfolgreichen Start-Ups in Israel näher auf den Grund und liefert einen erkenntnisreichen Überblick über die Innovationskraft eines kleinen Landes mit großem wissenschaftlichem Potential. Martina Schubert hat es für ISRAELNETZ gelesen und stellt es näher vor: "Not macht erfinderisch".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.
Einen angenehmen Tag und eine gute Woch wünscht
Dr. Christoph Münz
redaktion@compass-infodienst.de
(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)

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