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ISSN 1612-7331
21.11.2013 - Nr. 1465
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Die nächste Tagesausgabe erfolgt am Dienstag, 26. November 2013.


Guten Tag!

Nr. 1465 - 21. November 2013


Viel ist in den zurückliegenden Monaten über diverse Aufrufe zum Boykott auf verschiedenen Ebenen gegenüber Israel zu lesen gewesen. Aber Boykott gegen Palästinenser? Auch das gibt es, wie ISRAELNETZ nun berichtet: Die amerikanische Brandeis Universität hat nämlich mit sofortiger Wirkung einen Abbruch ihrer Beziehungen mit der palästinensischen Al-Quds-Universität in Jerusalem verkündet. Anlass war eine Demonstration im Hof der Al-Quds-Universität am 5. November. Studenten in schwarzen Uniformen veranstalteten eine Parade und erhoben ihre Arme zum Hitlergruß.
Der Link zum Bericht in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Die vielfach umstrittene Palästina-Ausstellung "Nakba. Flucht und Vertreigung der Palästinenser 1948" zieht seit 2008 durch die Republik. Zeigen will sie, dass die Gründung des Staates Israel 1948 eine Katastrophe (Nakba) für die Palästinenser gewesen ist. Martin Krauss berichtet für die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG, dass der Verein »Flüchtlingskinder im Libanon«, der die Ausstellung konzipiert hat, einen neuen Erfolg auf seine Fahnen schreiben kann: Das baden-württembergische Kultusministerium habe ihm attestiert, sein Werk stelle »einen Beitrag dar, die unterschiedlichen Positionen zum Nahostkonflikt zu illustrieren und der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rufen«.
Der Link zum Bericht in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Der israelische Historiker Otto Dov Kulka findet in seinen viel gelobten Erinnerungen "Landschaften der Metropole des Todes: Auschwitz und die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungskraft" eindringliche Formulierungen für seine Kindheit in Auschwitz. Nun erhält er den Geschwister-Scholl-Preis. Im Interview mit dem SPIEGEL spricht er über die Gefahr des Rassismus, einen Abschied für immer und erklärt, warum er das Wort "Holocaust" unpassend findet: "Am genauesten trifft es das Wort 'Endlösung'"
Der Link zum Interview in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Während der Zeit des Nationalsozialismus trugen die meisten Mitarbeiter des Auswärtigen Amts die Politik des Regimes mit, aber es gab auch Gegner der NS-Herrschaft unter ihnen. Zum ersten Mal zeigt versucht nun ein von Jan Erik Schulte und Michael Wala herausgegebener Band die unterschiedlichen Facetten des Widerstands unter Hitlers Diplomaten auszuloten und bietet anhand von individuellen Beispielen eine Gesamtschau auf die Protagonisten und deren Handlungsweisen. Soraya Levin hat das Buch gelesen und rezensiert.
Der Text dazu in der Rubrik VERGANGENHEIT...

"Antisemitismus in Europa ist zu einem zu grossen Problem geworden, als das man ihn ignorieren oder einfach wegrationalisieren könnte". Ausgehend von dieser Feststellung hat Gary Rosenblatt im Juli dieses Jahres in der amerikanischen Zeitschrift "Jewish Week" eine Analyse des europäischen Anitsemitismus vorgenommen, die nun in deutscher Übersetzung auf den Seiten von AUDIATUR zu lesen ist: "Die unrfreuliche Wahrheit über den europäischen Antisemitismus.".
Der Link dazu in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Obwohl die Juden in der Türkei auf eine lange und bewegende Geschichte zurückblicken können, fühlen sie sich noch immer oft als Bürger zweiter Klasse. Hinzu kommt, dass latenter und offener Antisemitismus heute weiter verbreitet scheint denn je. Dazu tragen nicht zuletzt auch die Spannungen zwischen der Türkei und Israel bei, wie Inga Rogg in ihrer Reportage für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG schildert: "Antisemitismus in der Türkei".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Der Vatikan zieht mit einem ungewöhnlichen Projekt durch Europa: Mit der Veranstaltungsreihe "Vorhof der Völker" sucht die katholische Kirche die Auseinandersetzung mit den Ungläubigen und Andersgläubigen. Dazu kommt nächste Woche Gianfranco Kardinal Ravasi, der Kulturminister des Papstes, nach Berlin, um mit Atheisten und Agnostikern über "Freiheitserfahrungen mit und ohne Gott" zu diskutieren. Im Vorfeld seines Besuches sprach nun die WELT mit dem Kardinal: "Uns sind die Ungläubigen nahe, die nachdenken"
Der Link zum Interview in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Rede eines jüdischen Rabbi in Korea: Rabbiner David Fox Sandmel vom International Jewish Committee on Interreligious Consultations in Chicago hat am 4. November vor der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Busan, Südkorea, eine bemerkenswerte Rede gehalten. Themen waren der christlich-jüdische Dialog und "die notwendige Versöhnung zwischen Juden und Palästinensern". Diese Rede hat nun die NEUE RHEINISCHE ZEITUNG in einer Übersetzung ins Deutsche online gestellt: "…sodass Juden, Christen und Muslime in Frieden miteinander leben können"
Der Link zur Rede in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Der Münsteraner Universitätslehrer Mouhanad Khorchide hat Ärger mit deutschen Islamverbänden, die ihm jüngst mangelnde Glaubenstreue vorwarfen (siehe Compass 07.11.2013). In Wahrheit ärgern sie sich wohl eher über den mangelnden Einfluss, den Sie auf den Leiter des Zentrums für Islamische Theologie auszuüben imstande sind. Der lehrt nämlich einen durchaus traditionellen Islam, erinnert dabei aber inbesondere an die frühen Jahrhunderte dieser Religion und wird so zum Stein des Anstoßes. Denn er plädiert für vernünftige Entscheidungen und kämpft gegen die Macht der Fundamentalisten. PUBLIK FORUM hat nun ein längeres Gespräch zwischen Mouhanad Khorchide und dem Direktor des katholischen Zentrums Haus am Dom in Frankfurt, Joachim Valentin, geführt, in dem es u.a. über Gut und Böse – und einen missverstandenen Gott geht: "Macht Religion menschlich?"
Ergänzend dazu sei auch auf Khorchides jüngstes Buch hingewiesen, dass die Scharia zum Mittelpunkt hat. Viele Nichtmuslime verbinden ja mit der Scharia, dem islamischen Rechtssystem, vor allem Körperstrafen und Diskriminierung. Demgegenüber gilt sie in der muslimischen Welt vielen als göttliches Gesetz, das unbedingt eingehalten werden muss. "Über kaum einen Begriff wurde in den letzten Jahren und wird noch immer so kontrovers diskutiert wie über den Begriff Scharia", sagt der islamische Theologe Mouhanad Khorchide und versucht in seinem Buch "Scharia - der missverstandene Gott. Der Weg zu einer modernen islamischen Ethik" Aufklärung zu geben. EPD stellt das Buch näher vor.
Der Link zum Gespräch in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT, der Link zur Buchvorstellung in den ONLINE-REZENSIONEN.

Der sozialistisch-zionistische Jugendbund Haschomer Hatzair feiert weltweit sein 100-jähriges Bestehen. Gegründet im Jahr 1913 am Vorabend des Ersten Weltkriegs im osteuropäischen Galizien trug er zunächst nur den Namen Haschomer, was übersetzt «der Wächter» heisst und war eine sozialistisch-zionistische jüdische Pfadfinderbewegung. Hauptziel der Organisation, die bereits ab 1916 unter dem Namen Haschomer Hatzair (nun also «der junge Wächter» heissend) Bekanntheit erlangte, war die Förderung der Einwanderung nach Palästina und die Gründung von kollektiven Landwirtschaftssiedlungen, die später unter dem Namen Kibbuzim Weltberühmtheit erlangten. Nicole Dreyfus erzählt die Geschichte und Wandlungen der Bewegung in der schweizer-jüdischen Wochenzeitung TACHLES und wirft auch einen Blick auf die schweizer Dependance der Organisation: "Jugendlich bis ins hohe Alter".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Das Jüdische Museum in Brüssel liegt in einem exotischen Viertel der europäischen Hauptstadt und stellt das Leben einer typischen jüdischen Gemeinde dar. Franz Pichler hat es für das österreichisch-jüdische Magazin NEWS ÜBER UNS besucht und stellt das Museum näher vor: "Die Gschichte der Juden Belgiens".
Der Link dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Am vergangenen Sonntag wurde in Berlin das Zacharias Frankel College feierlich und offiziell eröffnet und ist damit das erste konservative Rabbinerseminar Europas (siehe Compass 18.11.2013). Mit dem Vizepräsidenten der American Jewish University in Los Angeles und Dekan des Frankel College Rabbiner Bradley Shavit Artson sprach Ayala Goldmann für die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG: "Leidenschaft für die Mitte".
Der Link zum Inteview in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Nach einem halben Dutzend Sachbüchern hat Avi Primor nun einen Roman geschrieben. Der ehemalige israelische Botschafter in Berlin schreibt über jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg: "Süß und ehrenvoll". Inge Günther hat den Roman gelesen und in der "Frankfurter Rundschau" vorgestellt, nun online nachzulesen auf den Seiten von BLICKPUNKT.E: "Sterben fürs Vaterland".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

Wie lebt man als gläubiger Jude "koscher"? "Koscher" aus dem Hebräischen übersetzt bedeutet in etwa "als richtig geprüft" oder "bestätigt". Der jüdische Mensch, der koscher leben will, unterzieht sich mithin permanent dieser "Qualitätsprüfung". Die Filmemacherin Ruth Olshan hat selbst jüdische Wurzeln, wuchs aber nicht mit der jüdischen Kultur auf. So hat sie sich auf die Suche nach ihrer eigenen jüdischen Identität gemacht und geht gleichzeitig humorvoll der Frage nach, was koscheres Leben eigentlich ist. Dabei taucht Ruth Olshan tief ein in den facettenreichen jüdischen Alltag. Ihre ebenso lehrreiche wie amüsante Dokumentation ist heute Abend - leider zu nachtschlafender Zeit nach Mitternacht - im Fernsehen zu sehen: "Nicht ganz koscher".
Mehr dazu in den FERNSEH-TIPPS.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



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EDITORIAL HIGHLIGHTS

21. November 2013

 * Erster Boykott gegen Palästinenser ... mehr
 
 * Nakba im Ländle ... mehr
 
 * Israelischer Historiker und Auschwitz-Überlebender Otto Dov Kulka im Interview... mehr
 
 * Soraya Levin rezensiert: "Widerstand und Auswärtiges Amt. Diplomaten gegen Hitler" ... mehr
 
 * Die unrfreuliche Wahrheit über den europäischen Antisemitismus ... mehr
 
 * Antisemitismus in der Türkei  ... mehr
 
 * Vatikan im Dialog mit den "Ungläubigen" ... mehr
  
 * Rede eines jüdischen Rabbi in Korea ... mehr
 
 * Macht Religion menschlich? Mouhanad Khorchide im Gespräch ... mehr
 
 * Jugendbund Haschomer Hatzair wird 100 Jahre alt ... mehr
 
 * Die Gschichte der Juden Belgiens ... mehr
 
 * Rabbiner Bradley Shavit Artson im Gespräch ... mehr
 
 * Buch-Kritik: Mouhanad Khorchide - "Scharia - der missverstandene Gott" ... mehr 
 
 * Buch-Kritik: Avi Primor - Süß und ehrenvoll ... mehr
 
 * TV-Tipp: Nicht ganz koscher ... mehr


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EDITORIAL

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ACHTUNG:

Die nächste Tagesausgabe erfolgt am Dienstag, 26. November 2013.