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ISSN 1612-7331
23.03.2011 - Nr. 1237
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Graumann zur deutschen Lybien-Haltung: "Wertlos und würdelos"



Ein historischer Ort der Ruhe

[DER WESTEN]
Von Miriam Hartig | Heiligenhaus. Denkmalgeschützt ist der geschlossene Jüdische Friedhof am Görscheider Weg, der gegen Ende des letzten Jahrhunderts angelegt wurde – und zwar wegen seiner historischen Grabsteine. Diese stammen nämlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im April 1983 wurde dieser Ort der Ruhe in die Denkmalliste der Stadt eingetragen... 

Synagogen-Bau verzögert sich erneut



Von Jörg-Peter Rau | Konstanz – Wenige Monate nach Verkündung einer einvernehmlichen Lösung zeichnen sich wieder schwere Konflikte um den Bau einer neuen Synagoge ab. Von dem für dieses Frühjahr angekündigten Spatenstich spricht bei der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden niemand mehr... 

Kaum Stoff für eine Schlichtung / Synagogen-Architekt Haberland lehnt wesentliche Änderungen ab



Von Volkmar Klein | Im Vorfeld der Schlichtungsgespräche über Bau und Nutzung der Potsdamer Synagoge sind die Fronten verhärtet. Bisher gibt es auch noch keinen Termin für die vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden beschlossene Kommission zur Kompromisssuche... 

Scherbengericht: In Wiens Jüdischem Museum schlagen die Wellen hoch

[PROFIL (Österreich)]
Von Marianne Enigl | Nach dem Rücktritt des Prokuristen wegen seines SS-Vergleichs, weiteren Personalabgängen und einem zweifelhaften Gutachten: Experten verlangen die fundamentale Neukonzeption des Jüdischen Museums... 

Erste deutsche Rabbinerin nach dem Holocaust



Von Marion Krüger-Hundrup | Die gebürtige Nürnbergerin Antje Yael Deusel ist die erste deutschstämmige Jüdin, die nach dem Holocaust in Deutschland zur Rabbinerin ausgebildet wird... 

Steinheim-Institut der Uni zieht ins Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen



Von Martin Spletter | Essen. Ins Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen zieht das Steinheim-Institut der Uni Duisburg-Essen ein. Das renommierte Institut erforscht Geschichte und Kultur der Juden im deutschen Sprachraum. Am neuen Standort will es auch Uni-Kurse anbieten...

Am Rand der Seidenstraße



Von Matthias Messmer | Bei den Nachfahren der ersten Juden im Reich der Mitte. Ein Besuch in Kaifeng... 




Varieté zeigt "Berühmte und bekannte jüdische Zauberkünstler

Düsseldorf - Seit Dienstag (22.März) präsentiert Roncalli’s Apollo Varieté in Düsseldorf die Ausstellung "Berühmte und bekannte jüdische Zauberkünstler" im Foyer des Theaters.

Nach Angaben einer Sprecherin wurde die "goldene Ära" des Varietés in den 1920er Jahren maßgeblich von jüdischen Künstlern geprägt. Dies galt auch für die Zauberkunst. In der Zeit des Nationalsozialismus erhielten jüdische Zauberkünstler in sämtlichen Auftrittstätten Berufsverbot. Ausgestellt sind bis zum 16. Mai gut 20 schwarz-weiß Fotografien der jüdischen Zauberkünstler wie etwa Horace Goldin oder Egon von Lautenstein sowie ihre Biografien und Beschreibungen ihrer Arbeit.

Einigen gelang es zu emigrieren und neue Engagements zu bekommen, viele von Ihnen wurden jedoch in der Schoah ermordet. Die Sammlung zeigt jüdische Berufszauberkünstler, die durch ihren Vorführstil und ihre Persönlichkeit weltweit berühmt geworden sind. Die Ausstellung ist zugleich eine Hommage an jene Künstler, die die Zauberkunst als darstellende Kunstform bis in die heutige Zeit hinein durch ihre Kreativität und ihren Ideenreichtum nachhaltig geprägt und beeinflusst haben. 

Die Ausstellung ist während der Kassen-Öffnungszeiten kostenfrei zu besuchen. 

(Andreas Rehnolt, microtext)




Sensationelle Funde aus der 1349 zerstörten Synagoge in Köln

Köln - Die Stadt Köln hat am Montag sensationelle Funde aus der 1349 in der Domstadt zerstörten Synagoge vermeldet. Bauelemente, Alltagsgegenstände und auch Speisereste ermöglichten einen bisher noch nie da gewesenen Blick in die Vergangenheit, hieß es in der Mitteilung. Schiefertafeln, auf denen Schüler damals Schreibübungen machen mussten, lieferten heute wertvolle archäologische Erkenntnisse. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 23. zum 24. August des Jahres 1349 für Tausende zur Todesfalle. Während das Jüdische Viertel in Köln bis dahin für Juden einigermaßen sicher war, wurden in dieser Nacht fast alle Bewohner ermordet.

Einige Menschen flüchteten nach Angaben der Stadt in die Synagoge und verbrannten sich selbst als Märtyrer, um dem Morden zu entgehen. Kurz darauf wurde die Synagoge zerstört und geplündert. Was den Plünderern nicht brauchbar erschien, füllten sie in große Gruben oder ließen es an Ort und Stelle liegen. In einer dieser Gruben fanden die Archäologen nun tausende Fragmente der zerstörten Synagoge. Die Reste einer vollständigen Synagogenausstattung sind erhalten geblieben und bieten so, "ähnlich wie in Pompei, eine Momentaufnahme des mittelalterlichen Kölns," hieß es. "Es handelt sich um den größten archäologischen Bestand an Funden aus einer deutschen Synagoge", betonte Projektleiter Sven Schütte.

Herzstück der Synagoge war die mit Blättern, Tieren und Pflanzen reich verzierte Bimah, die Lesekanzel. Dort fanden die Lesungen aus der Thora statt, die danach wieder feinsäuberlich im Thoraschrein verstaut wurde. In Köln wurden die bisher vollständigsten Reste einer solchen Lesekanzel aus Stein gefunden. Die Synagoge diente aber auch als Schule und als Wohnung des Gemeindevorstehers - und so fand man auch Möbel, Buchbeschläge, Reste von verbranntem Pergament, Kinderspielzeug, Medizinfläschchen und sogar Speisereste, die auf die damaligen Essgewohnheiten schließen lassen.

Die Ausgrabungen brachten auch dutzende Schiefertäfelchen zutage. Schütte hatte seine Mitarbeiter strikt angewiesen, alle Fragmente aus Schiefer aufzuheben und nichts wegzuwerfen. Auf den Schiefertäfelchen befinden sich Schreibübungen von Schülern, religiöse Texte und Notizen unterschiedlichster Art auf Hebräisch, Deutsch und Latein. Manchmal sind nur Gekritzel oder kleine Zeichnungen zu erkennen, manchmal auch längere Texte. Herausragend ist ein literarischer Text aus der Zeit vor 1349, der in Deutsch abgefasst ist, aber in hebräischer Schrift geschrieben wurde. Es handelt sich um ein sehr seltenes Zeugnis direkt niedergeschriebener Literatur auf Stein in Mittelniederdeutsch. 

In Köln entsteht eine der größten archäologischen Zonen Europas. Mitten in der Stadt, am Rathausplatz in Köln, entsteht auf ca. 10.000 Quadratmetern ein riesiges Ausstellungsareal. Funde wie die Reste des römischen Statthalterpalastes, der älteste Steinbau Kölns oder die älteste Synagoge nördlich der Alpen zeugen vom antiken Glanz und der langen Siedlungsgeschichte Kölns und bieten einen neuen touristischen Anziehungspunkt Kölns.

(Andreas Rehnolt, microtext)




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