Graumann zur deutschen Lybien-Haltung: "Wertlos und würdelos"

Ein historischer Ort der Ruhe
[DER WESTEN]Synagogen-Bau verzögert sich erneut
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Kaum Stoff für eine Schlichtung / Synagogen-Architekt Haberland lehnt wesentliche Änderungen ab
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Scherbengericht: In Wiens Jüdischem Museum schlagen die Wellen hoch
[PROFIL (Österreich)]Erste deutsche Rabbinerin nach dem Holocaust
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Steinheim-Institut der Uni zieht ins Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen
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Am Rand der Seidenstraße
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Varieté zeigt "Berühmte und bekannte jüdische Zauberkünstler
Nach Angaben einer Sprecherin wurde die "goldene Ära" des Varietés in den 1920er Jahren maßgeblich von jüdischen Künstlern geprägt. Dies galt auch für die Zauberkunst. In der Zeit des Nationalsozialismus erhielten jüdische Zauberkünstler in sämtlichen Auftrittstätten Berufsverbot. Ausgestellt sind bis zum 16. Mai gut 20 schwarz-weiß Fotografien der jüdischen Zauberkünstler wie etwa Horace Goldin oder Egon von Lautenstein sowie ihre Biografien und Beschreibungen ihrer Arbeit.
Einigen gelang es zu emigrieren und neue Engagements zu bekommen, viele von Ihnen wurden jedoch in der Schoah ermordet. Die Sammlung zeigt jüdische Berufszauberkünstler, die durch ihren Vorführstil und ihre Persönlichkeit weltweit berühmt geworden sind. Die Ausstellung ist zugleich eine Hommage an jene Künstler, die die Zauberkunst als darstellende Kunstform bis in die heutige Zeit hinein durch ihre Kreativität und ihren Ideenreichtum nachhaltig geprägt und beeinflusst haben.
Die Ausstellung ist während der Kassen-Öffnungszeiten kostenfrei zu besuchen.
Sensationelle Funde aus der 1349 zerstörten Synagoge in Köln
Einige Menschen flüchteten nach Angaben der Stadt in die Synagoge und verbrannten sich selbst als Märtyrer, um dem Morden zu entgehen. Kurz darauf wurde die Synagoge zerstört und geplündert. Was den Plünderern nicht brauchbar erschien, füllten sie in große Gruben oder ließen es an Ort und Stelle liegen. In einer dieser Gruben fanden die Archäologen nun tausende Fragmente der zerstörten Synagoge. Die Reste einer vollständigen Synagogenausstattung sind erhalten geblieben und bieten so, "ähnlich wie in Pompei, eine Momentaufnahme des mittelalterlichen Kölns," hieß es. "Es handelt sich um den größten archäologischen Bestand an Funden aus einer deutschen Synagoge", betonte Projektleiter Sven Schütte.
Herzstück der Synagoge war die mit Blättern, Tieren und Pflanzen reich verzierte Bimah, die Lesekanzel. Dort fanden die Lesungen aus der Thora statt, die danach wieder feinsäuberlich im Thoraschrein verstaut wurde. In Köln wurden die bisher vollständigsten Reste einer solchen Lesekanzel aus Stein gefunden. Die Synagoge diente aber auch als Schule und als Wohnung des Gemeindevorstehers - und so fand man auch Möbel, Buchbeschläge, Reste von verbranntem Pergament, Kinderspielzeug, Medizinfläschchen und sogar Speisereste, die auf die damaligen Essgewohnheiten schließen lassen.
Die Ausgrabungen brachten auch dutzende Schiefertäfelchen zutage. Schütte hatte seine Mitarbeiter strikt angewiesen, alle Fragmente aus Schiefer aufzuheben und nichts wegzuwerfen. Auf den Schiefertäfelchen befinden sich Schreibübungen von Schülern, religiöse Texte und Notizen unterschiedlichster Art auf Hebräisch, Deutsch und Latein. Manchmal sind nur Gekritzel oder kleine Zeichnungen zu erkennen, manchmal auch längere Texte. Herausragend ist ein literarischer Text aus der Zeit vor 1349, der in Deutsch abgefasst ist, aber in hebräischer Schrift geschrieben wurde. Es handelt sich um ein sehr seltenes Zeugnis direkt niedergeschriebener Literatur auf Stein in Mittelniederdeutsch.
In Köln entsteht eine der größten archäologischen Zonen Europas. Mitten in der Stadt, am Rathausplatz in Köln, entsteht auf ca. 10.000 Quadratmetern ein riesiges Ausstellungsareal. Funde wie die Reste des römischen Statthalterpalastes, der älteste Steinbau Kölns oder die älteste Synagoge nördlich der Alpen zeugen vom antiken Glanz und der langen Siedlungsgeschichte Kölns und bieten einen neuen touristischen Anziehungspunkt Kölns.
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